Physiotherapie

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In der Physiotherapie (PT) wird u.a. die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederhergestellt, verbessert oder erhalten. Dabei wirken physikalische Reize wie z.B. Wärme, Kälte oder Strom unterstützend während die manuellen und pädagogischen Kompetenzen des Physiotherapeuten die Eigenaktivität des Patienten fördern und fordern.

Der Physiotherapeut bedient sich verschiedener Behandlungstechniken mit dem Ziel, die Gesundheit wiederherzustellen, zu erhalten oder zu fördern wobei dies sehr häufig einhergeht mit völliger Schmerzfreiheit bzw. Schmerzreduktion.

Therapieformen:

  Kinesio-Tape Massage Fußreflexzonenmassage Lymphdrainage Kopfbehandlung (KoBe) Mukoviszidose

Kinesio-Tape




Das Kinesio-Taping ist eine sehr alte Behandlungsmethode die ihren Ursprung in Japan hat.

Durch Aufbringen von ca. 5 cm breiten elastischen Baumwollklebebändern direkt auf die Haut werden insbesondere schmerzhafte Erkrankungen des Muskel- und Sehnenapparates behandelt. Die Bänder verbleiben bis zu zwei Wochen an Ort und Stelle wo sie zum einen die Hautrezeptoren stimulieren und zum anderen das Gewebe anheben. Dadurch kommt es unterhalb des Tapes zur Erhöhung der Blut- und Lymphzirkulation was in den allermeisten Fällen zu einer Linderung der Schmerzsymptomatik führt.

Massage



Die Wirkung der Massage bezieht sich nicht nur auf die behandelte Stelle des Körpers sondern erstreckt sich über den gesamten Organismus und schließt auch die Psyche mit ein.

Indikationen für eine Massage sind Verspannungen, Verhärtungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und posttraumatische Veränderungen. Häufig zeigen sich durch so genannte Reflexbögen Erkrankungen der inneren Organe an der Haut oder der Muskulatur. Außerdem lassen sich neurologische Erkrankungen wie Paresen oder Spastiken sowie psychosomatische Krankheitsbilder, die sich hauptsächlich auf das Herz und den Blutkreislauf beziehen, gut behandeln.

Fußreflexzonenmassage






Alle Organe des menschlichen Körpers lassen sich auf der Fußsohle (und auch in der Handfläche) darstellen. Betrachtet man den Fuß von der Seite lässt sich mit ein wenig Fantasie ein sitzender Mensch erkennen. Mit diesem Wissen lässt sich auch die Lage der einzelnen Gelenke am Fuß finden.

Mit Hilfe der Fußreflexzonenmassage werden die Energiebahnen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) behandelt; dadurch werden physiotherapeutische Maßnahmen im Bereich Schmerzlinderung und bei Durchblutungsstörungen ergänzt.

Zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens eignet sich die Fußreflexzonenmassage auch als alleinige Behandlung.

Lymphdrainage:



Das Lymphgefäßsystem ist für die Flüssigkeitsbilanz des Körpers verantwortlich und transportiert außerdem überzählige Substanzen, wie z. B. Fette und Zelltrümmer.

Sind aufgrund angeborener oder erworbener Schäden am Lymphgefäßsystem diese Funktionen ganz oder teilweise nicht (mehr) möglich, entstehen Ödeme bzw. Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe oder in Körperhöhlen, die sowohl sichtbar als auch tastbar sind.

Diese Störungen lassen sich durch entstauende Maßnahmen wie Manuelle Lymphdrainage und Kompressionsbandagierung behandeln.
Die Lymphdrainage wirkt nicht nur entstauend, sondern (dadurch) auch schmerzlindernd („analgesierend“), entspannend und Herzfrequenz – senkend.

Kopfbehandlung (KoBe)



Die manuelle KoBe ist eine entspannende Behandlungsform, bei der Handgriffe aus den verschiedensten Behandlungsmethoden kombiniert werden, z. B. Manuelle Lymphdrainage, Shiatsu, klassische Ohrmassage und Polarity.

Sie ist hilfreich bei allgemeinen Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus, Schlaflosigkeit, „Burn out“, allgemeinem Stress etc. Oftmals verspürt man bereits nach nur einer Behandlung eine deutliche Besserung der Symptome.

Mukoviszidose



Seit geraumer Zeit bieten wir auch eine physiotherapeutische Behandlung der Mukoviszidose – im englischen Sprachgebrauch auch cystische Fibrose genannt – an. Mukoviszidose bedeutet übersetzt: zäher Schleim, die Bezeichnung cystische Fibrose bezeichnet eine zystische Ausweitung und bindegewebige Umwandlung des Lungengewebes und anderer Drüsengewebe.

Dabei handelt es sich um eine vererbliche schwere, den gesamten Körper betreffende, Erkrankung der Drüsen, die nicht in der Lage sind, Wasser in das umliegende Gewebe zu ziehen. Daraus resultiert eine äußerst zähe Konsistenz der Drüsensekrete, was wiederum zu unterschiedlichen Funktionsstörungen in den betroffenen Organen und im Skelettsystem führt.

Die Therapie der Mukoviszidose wird in Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Physiotherapeuten durchgeführt, wobei die Physiotherapie aus unterschiedlichen Übungen für den gesamten Körper besteht, allen voran zur Verbesserung der Lungenfunktion, wodurch in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Verlängerung der früher eher geringen Lebenserwartung erreicht werden konnte.